Susanne Rocholl -
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Textauszug

Der voll beladene Möbelwagen war bereits losgefahren. Charlie wartete unten im Auto auf mich, weil ich die letzten Minuten allein in unserer Wohnung verbringen wollte. Beim Anblick der nackten Wände schnürte sich mir die Kehle zu. Das Atmen fiel mir schwer, Dann machte ich ein Foto von meinem verlassenen Zimmer und schickte es Dilara mit den Worten: Quiet desperation!
Genauso fühlte ich mich, genauso wie Beneatha aus unserer Schullektüre A Raisin in the Sun. Dilara war online und schrieb zurück:
„Komme dich bald besuchen. Ich vermisse dich jetzt schon.“ Dahinter drei Kusssmileys.
„Ich rechne mit dir! Wenigstens an einem Wochenende. Du hast es versprochen“, schrieb ich zurück und seufzte. Hoffentlich hielt sich Dilara an unsere Abmachung. Ich war mir nicht sicher. Allein schon wegen Mehmet.
Resigniert zog ich ein letztes Mal unsere Haustür zu und ging langsam die Treppe hinunter, prägte mir jede Stufe ein, als hinge mein Leben davon ab.

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